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Glover

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Donnerstag, 4. September 2014, 23:48

Pure Freude im hohen Norden - Parckcheck im Tivoli und Liseberg

Hallo liebe Forengemeinde,
ich hatte vorletzte und letzte Woche die Gelegenheit zwei Freizeitparks zu besuchen,
die mich bisher eigentlich nie gelockt haben.

Dies ist zum einen das Tivoli in Kopenhagen, zum anderen Liseberg in Götheborg.

Da mein Urlaub aber genau über diese beiden Städte führte, habe ich die Parks natürlich „mitgenommen“. Und zumindest ein Park davon wusste enorm zu überzeugen!

In diesem Bericht möchte ich kurz auf die Parks eingehen und die von mir gefahrenen Bahnen bewerten. Wie auch schon im Thorpe Park Bericht werden die Attraktionen zum einen in Schulnoten und zum anderen mit der „Belantis-must-have“-Einteilung bewertet.

Gleich am ersten Tag der Anreise ging es in das Tivoli nach Kopenhagen. Der Freizeitpark liegt inmitten der dänischen Hauptstadt, direkt gegenüber des Hauptbahnhofes.
Im allgemeinen ist zu sagen, dass die meisten Skandinavischen Parks innerhalb der Stadtgebiete liegen. Zu den Vorteilen gegenüber der Parks auf der „grünen Wiese“ komme ich später noch.

Das wunderschön gestaltete Eingangsportals des Tivolis betreten ging es eine Runde durch den Park. Wir haben uns ein reguläres Eintrittsticket gekauft, welches uns nur zum Betreten des Parks ermächtigt. Attraktionen sind in diesem Preis nicht inbegriffen.
Aufgrund dessen kommt man relativ günstig in den Park, wir haben ca. 12,00 Euro Eintritt bezahlt. Nun kann man sich in Ruhe im Park umschauen. Sollte man eine Attraktion fahren wollen, kann man Coupons für jeweils ca. 2,80 Euro erwerben. Je nach Attraktion muss man einen bis drei Coupons kaufen, um die Attraktion zu nutzen.

Da das Tivoli nicht die Menge an Attraktionen bietet, haben wir die Option der Coupons auch nur einmal in Anspruch genommen: beim B&M Coaster Daemonen. Hierfür waren drei Coupons nötig.

Die Achterbahn ist für einen B&M Coaster außergewöhnlich niedrig und kurz. Dennoch hat die Fahrt Spaß gemacht, auch wenn die klassischen Airtime-Momente vollkommen fehlen. Für mich dann umso unverständlicher, dass auch hier immer noch auf die unbequemen Schulterbügel zurückgegriffen wird. Zudem sind Achterbahnen mit Inversionen nicht gerade mein Favorit.

Wir hatten mit der Fahrt zudem das Glück, dass genau nach der Ankunft in der Station ein extremer Platzregen über dem Park nieder kam. Wir hatten jedoch die Fahrt gerade hinter uns.

Alles in allem eine schön zu fahrende, sehr kurze Bahn. Passt gut in einen kleinen Park wie das Tivoli.

Meine Wertung:
2 Minus
Belantis-must-have:
Keine Notwendigkeit einer solchen Achterbahn. Bis auf das sanftere Fahrgefühl hat Belantis mit Huracan eine ähnliche Bahn bereits zu bieten.


Bei der zweiten Großachterbahn im Park handelt es sich um den Woody namens „Rutschebanen“. Das besondere an dieser sehr alten Achterbahn ist, dass hier noch ein Bremser mitfährt, der den Zug an den geeigneten Stellen stoppt.

Aufgrund des Platzregens (der nur ca. 15 Minuten gedauert hat) fuhr die Bahn jedoch erst einmal nicht mehr, bis die Schienen etwas getrocknet wären. Dies hätte genau eine Stunde gedauert.
Da der Park sonst nichts spektakuläres bieten konnte und ich kein Counter bin, der wegen jeder Achterbahn noch stundenlang irgendwo wartet, verließen wir den Park ohne „Rutschebanen“ gefahren zu sein. Ist zwar etwas schade, aber war verschmerzbar.


Schließlich wartete dann fast eine Woche später ein wahrer Prachtpark auf uns:

Liseberg in Götheborg. Der Park liegt nicht ganz so zentral wie das Tivoli,
mit der Straßenbahn liegt der Park jedoch nur ca. 5 Minuten vom Zentrum der zweitgrößten Stadt Schwedens entfernt.
Über das Internet hatten wir im Voraus bereits aus Deutschland die Eintrittskarten gebucht.
Im Eintrittspreis von umgerechnet ca. 45,00 Euro waren hier bereits drei Fast Ride Tickets. Im Voraus konnte man die Attraktionen auswählen, für welche man den Fast Ride nutzen möchte.

Auch hier hätte man den Park wieder für einen Eintrittspreis von ca. 12,00 Euro betreten können, jedoch ohne eine Attraktion zu nutzen.

Idas Wetter zeigte sich von seiner besten Seite, das Thermometer zeigte ca. 23 Grad, die Sonne lachte vom Himmel. Punkt 15.00 betraten wir dann auch den Park.
Die skandinavischen Länder befinden sich bereits in der Nebensaison. Aus diesem Grund hatte Liseberg nur von Donnerstag bis Sonntag jeweils von 15.00 bis 23.00 Uhr geöffnet.

Da relativ wenig Besucher im Park waren entschieden wir uns, die Fast Ride Tickets erst einmal nicht zu nutzen sondern uns regulär anzustellen.

Der erste Weg führte uns direkt zur ältesten Achterbahn des Parks: Lisebergbanan.
Hierbei handelt es sich um eine Achterbahn, welche von einem ehemaligen Mitarbeiter der Insolvent gegangenen Firma „Schwarzkopf“ entworfen wurde. Die Wartezeit betrug hier ca. 2 Minuten, die Bahn fuhr im Zweizugbetrieb.
Landschaftlich sehr schön gelegen windet sich die Streckenführung immer am Berghang entlang, bietet eine sanfte Fahrt mit einigen Airtime-Momenten und zu unserer Überraschung auch starke G-Kräfte in den Helices. Aufgrund der einmaligen Lage am Berghang kann man hier von einem Terrain-Coaster sprechen. Die Gesamthöhe von fast 45 Metern kommt somit nie zur Geltung, da sich die Schiene immer maximal 5 bis 10 Meter über dem Gelände befindet.

Bis auf die Schlussbremse, bei der einem in einer bestimmten Sitzposition die Kopfstütze von hinten in den Kopf gerammt wird, fährt sich die Bahn perfekt und ist für Kinder sowie Erwachsene eine pure Spaßmaschine.

Meine Wertung:
1 minus
Belantis-must-have:
Auf jeden Fall! Eine Achterbahn mit Achterbahnzug ohne Inversionen, welche von der ganzen Familie gefahren werden kann, fehlt noch im Park.


Als nächstes führte uns der Weg zur überdachten Rolltreppe, welche uns auf den Gipfel des Berges transportiert. Diese Rolltreppe ist meiner Meinung nach überflüssig. Sie fährt extrem langsam und versaut das Landschaftsbild. Zudem schadet laufen eigentlich niemandem, der Berggipfel ist bequem auch über die regulären Parkwege zu erreichen.

Oben angekommen führte uns der Weg direkt in den Eingangsbereich von der Parkneuheit 2014: Helix.
Hierbei handelt es sich um einen Launch-Terrain-Coaster der Firma Mack Rides. Die Züge sowie die Schienen sind hier vergleichbar mit Blue Fire im Europapark. Insgesamt bietet die Bahn 7 Inversionen. Die Bahn fuhr im 3-Zug-Betrieb.

Die reguläre Wartezeit betrug ca. 10 Minuten, weshalb wir hier unser Fast Ride Ticket nicht nutzten.
In den bequemen Sitzschalen Platz genommen ging es dann in das abwechslungsreiche Schienenlayout. Die Launches waren nicht besonders intensiv, die Fahrt gestaltete sich sehr sanft ohne Ruckler und ohne störende Schulterbügel.
Die beleuchteten Züge mit Frontscheinwerfer und den grünen und weißen LED Leuchten machen eine Menge was her. Trotz Inversionen (ich kann diesen Überschlägen leider nichts abgewinnen) kann sich die Bahn zurecht als DIE Top Neuheit 2014 bezeichnen.

Meine Wertung:
2
Belantis-must-have:
Die Bahn spielt mit dem hügeligen Gelände, dies fehlt in Belantis komplett. Somit würde sich ein Coaster mit ähnlichem Fahrverlauf nicht lohnen. Aufgrund der bequemen Sitze und ruhigen Fahrweise würde die Bahn in einem ähnlichen Layout wie „Alpina Blitz“ im Nigloland jedoch perfekt in den Park passen.

Gleich im Anschluss besuchten wir den höchsten Freefalltower Europas: Atmosfear.
Mit null Minuten Wartezeit konnten wir gleich Platz nehmen und während der Auffahrt den tollen Blick über den Park und die Stadt genießen. Im Gegensatz zu Scream im Heidepark startet Atmosfear im „Untergrund“. Erst ca. 10 Meter über dem Startpunkt verlässt man über ein in Wassernebel gehülltes Loch den Boden. Zudem dreht sich die Gondel leider nicht, dadurch hat man leider keinen Rundumblick.

Der Fall gestaltete sich gefühlt sanfter als der von Scream, die längere Fallstrecke bekommt man subjektiv nicht mit. Alles in allem ein intensiver Fall, sanftes Bremsen und eine thematisch einem Bunker angepasste Station.

Meine Wertung:
2
Belantis-must-have:
Ein solcher Freefalltower würde dem Park gut stehen, ist jedoch eher nicht als Familienfahrt zu bezeichnen.

Glover

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Donnerstag, 4. September 2014, 23:51

Und nun ging es weiter in den unteren Teil des Parks. Die Rolltreppe gemieden, denn die angelegten Wege entlang zu gehen lohnt sich. Der Blick über den Park, nur wenige Meter von den Schienen von Helix, vorbei an zwei weiteren Freefalltower erreichten wir die Wildwasserbahn.
Im Standartdesign, mit Baumstammbooten und GFK-Rinne. Der erste Unterschied zu den meisten deutschen Anlagen: hier gibt es eine Doppelladestation. Und zusätzlich werden die Boote innerhalb der Station nicht durch ein Förderband bewegt, sondern ein Bremssystem, welches von unten an das Boot greift, stoppt die Wagen an den vorgesehenen Stellen.

Die Fahrt beginnt gemütlich, bis zur ersten Auffahrt: oben angekommen, macht sie dem Namen „WILDWASSERbahn“ alle Ehre. Denn es geht tatsächlich in Hohem Tempo durch den Kanal. Und das macht verdammt viel Spaß. Statt einer Abfahrt kommt nun eine weitere Auffahrt. Man fährt dann wieder in schnellem Tempo durch die Natur, an der Lisebergbanan vorbei mit tollem Blick über den Park.
Nun folgt die erste Abfahrt: es geht ca. 15 Meter nach unten, nach dem Auslaufbereich- das Boot hat noch eine Hohe Geschwindigkeit - schließt sich sofort eine weitere kleinere Abfahrt an.
Die Schuhe schön durchnässt geht es um eine Kurve, und schon erreicht man die höchste Abfahrt. Bei diesem Log Flume reihen sich somit drei Abfahrten direkt hintereinander an, ohne dass das Boot noch einmal durch ein Förderband oder ähnliches in seiner Fahrt gebremst wird.
Diese Bahn zählt somit, trotz der fehlenden Thematisierung, zu den spaßigsten ihrer Art. Vor allem, da man hier wirklich SCHNELL durch den Kanal rauscht.
Wer mich kennt weiß, dass ich Log Flumes liebe.
Aus diesem Grund bleibt mir nur eines zu sagen;

Meine Wertung:
1
Belantis-must-have:
Eine solche „Standart“-Wildwasserbahn ist schon längst überfällig im Park. Gerade, weil der „Fluch des Pharao“ aufgrund der Mindestgrößenbeschränkung die meisten Kinder ausschließt. Würde perfekt in das Reich der Sonnentempel passen und stellt eine notwendige Ergänzung des Attraktionsportfolios dar.

Nach einer kurzen Essenspause bei Burger King (ja, diese Fastfood-Ketten sind ähnlich wie in den meisten ausländischen Parks Standart) ging es weiter zum Intamin Launch Coaster „Kanonen“
Voller Erwartung und Vorfreude auf den Ride hatten wir uns im Voraus Fast Ride Tickets besorgt. Diese waren jedoch nicht nötig, die Wartezeit betrug ca. 10 Minuten. Gefahren wurde im Ein-Zug-Betrieb. Mehr wäre auch nicht nötig gewesen.
Da ich Launch Coaster von Intamin liebe (Desert Race, Rita, Formula Rossa) habe ich auch hier viel erwartet – und ich wurde enttäuscht.
Ja, diese Bahn hat Inversionen (einen Vertikallooping und eine Heartline Roll). Aber auch hier stören wieder diese bescheidenen Schulterbügel und verderben den Spaß schon beim Einsteigen. Die Launchstrecke ist relativ kurz, der Launch ist aber knackig. Danach fängt die enttäuschende Fahrt an. Über den Top Hat schafft es die Bahn gerade so, ich will nicht wissen wie oft hier ein Roll Back vorkommt. Danach folgt nach einem kleinen Airtimehügel der Looping. Gleich im Anschluss geht es über extrem enge Umschwünge und Richtungswechsel in Richtung Heratline Roll. Man hat Mühe sich einfach „fallen zu lassen“ in dieser Bahn. Man muss die ganze kurze Fahrt über angespannt sitzen um nicht an die Schulterbügel zu knallen, zudem kann die Bahn die Geschwindigkeit des Launches überhaupt nicht ausspielen. Für mich bisher der schlechteste Coaster von Intamin. Von Fahrgefühl her vergleichbar mit Huracan.

Meine Wertung:
4
Belantis-must-have:
Ein Launch-Coaster ist eine tolle Sache. In diesem extrem kompakten Layout mit Inversionen und sehr eng gefassten Kurvenradien allerdings alles andere als eine Spaßmaschine. Aus diesem Grund für mich keine Notwendigkeit eines solchen Coasters im Belantis-Park.

Diese enttäuschende Fahrt von Kanonen machten wir uns auf einer Fahrt im Rafting Ride wieder vergessen. Das Rafting glänzt zwar nicht durch hohen Wellengang, dennoch kann man hier richtig nass werden. Von oben tropfen Wasserfälle in das Boot hinein, Fontänen schießen in unmittelbarer Nähe in die Luft. Trocken bleibt hier wohl so gut wie niemand. Alles in allem eine spaßige Fahrt, auch wenn das Boot hier fast ununterbrochen rotiert. Für Schwindelanfällige wohl nicht das Beste.

Meine Wertung:
2
Belantis-must-have:
Ein richtiges Rafting steht jedem Park gut (kein Rafting-Slide wie im Bayern Park).
Dennoch würde ich eine Log Flume einem Rafting vorziehen. Somit auf jeden Fall wünschenswert, aber keine Prio A.


Als nächstes ging es zum Riesenrad, welches ursprünglich im Zentrum von Götheborg stand, dann aber nach einiger Zeit im Liseberg Park sein neues Zuhause gefunden hat. Von hier aus hat man einen wundervollen Blick über den Park und die Stadt. Jede Gondel ist klimatisiert und verfügt über ein Notrufsystem. Die Temperatur kann sich jeder Fahrgast nach eigenem Belieben einstellen. Zudem wird das Riesenrad von außen durch große LED Strahler illuminiert, viele hunderte installierte weiße Blitzlichter lassen das Rad wie ein Diamant glitzern.

Meine Wertung:
2
Belantis-must-have:
Eine schöne Attraktion, für Belantis jedoch derzeit nicht notwendig.


Langsam setzte die Dämmerung ein und ein großer Coaster wartete noch auf uns:
Die Holzachterbahn „Balder“. Von Holzbau Cordes errichtet (Colossos im Heidepark lässt grüßen) erhebt sie sich im hintersten Ende des Parks in den Himmel, nur wenige Meter von der Stadtautobahn entfernt.

Auf diese Bahn habe ich mich mit am meisten gefreut. Aufgrund der Wartezeit von 10 Minuten nutzen wir auch hier nicht den Fast Ride, die Bahn fuhr im Zwei-Zug-Betrieb.

Ich möchte zu dieser Bahn eigentlich nicht viele Worte verlieren, das Wort „perfekt“ beschreibt sie wohl am besten.
Hier geht es schnell den Lifthill hinauf, hier existieren keine unangenehmen Vibrationen, der First Drop ist steiler als der von Colossos, Airtime ohne Ende und ganz entscheidend für eine richtige Holzachterbahn: hier fährt man noch richtig „durchs“ Holz und nicht nur drüber. Das Layout ist sehr abwechslungsreich, die negativen G-Kräfte sehr hoch, die Sitze gemütlich. Über einen Kilometer schlängelt sich der Zug durch das Gebälk und sogar durch Tunnel. Nach der Fahrt stand für mich fest, dass ich eine neue Lieblingsachterbahn habe: Balder.
Scheinbar geht es nicht nur mir so, nicht umsonst ist Balder auch 2013 erneut zur besten Holzachterbahn Europas gewählt worden.

Meine Wertung:
1+
Belantis-must-have:
Ein solcher Woody ist die Spaßbahn schlechthin. In etwas niedrigerer Bauweise für die ganze Familie geeignet, passt diese Bahn perfekt in den Westteil der „Prärie der Indianer“. Wäre neben einer Wildwasserbahn DIE lohnenswerteste Investition im Belantis.

Glover

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Donnerstag, 4. September 2014, 23:56

Mittlerweile war es dunkel und wir schlenderten in Ruhe durch den Park. Viele Shops erließen auf alle Artikel 30% Nachlass, so dass wir hier sogar noch einige unschlagbare Schnäppchen machen konnten ( z.B. wasserfeste Reisetaschen mit 50 Liter Fassungsvermögen, als Rucksack umfunktionierbar für unter 30 Euro).
Wir besuchten auch den Kinderbereich, welcher sich hier tatsächlich auch so nennen kann. Das „Kaninchenland“ bietet eine Fülle von Kinderattraktionen und hier stehen sogar zwei Kinderachterbahnen, zwei Kinder-Freifalltürme etc. Wunderbar gemacht und sehr niedlich gestaltet. Auch wenn ich hier nichts gefahren bin, einen solchen Bereich muss ich dennoch bewerten:

Meine Wertung:
1
Belantis-must-have:
Mit einem solchen Kinderbereich kann man nie etwas falsch machen.

Da wir bisher noch kein einziges Fast Ride Ticket verwendet hatten nutzen wir nun die Zeit, um alle Attraktionen erneut zu fahren und die Tickets einzulösen. Bis auf Helix (die Wartezeit ist hier letztendlich auf ca. 20 Minuten angestiegen) hätten wir die Tickets nicht benötigt. Ab ca. 21.00 Uhr lagen alle Wartezeiten bei Null bis fünf Minuten.

Kurz vor 23.00 Uhr verließen wir dann glücklich und zufrieden den Park.

Der Park zählt zu den besten Europas, dies hat folgende Gründe:
Obwohl oftmals die Thematisierung fehlt, fügen sich die Attraktionen sehr harmonisch in die hügelige Landschaft ein. Trotz der relativ geringen Besucherzahl fuhren die Bahnen im Mehrzugbetrieb, was eine extrem schnelle Abfertigung ermöglichte. Das Personal war außerordentlich freundlich, hilfsbereit und hatte sichtlich Spaß an der Arbeit. Die Ride Operatoren animieren hier die Mitfahrer, machen Späße etc. Diese lockere Art, die einem übrigens in ganz Skandinavien begegnet, macht einen Großteil des zufriedenen Gefühls aus, wenn man den Park verlässt. Davon können sich viele deutsche Parks eine Scheibe von abschneiden. Zudem ist die Attraktionsauswahl in diesem Park weltklasse.

Meine Gesamtwertung:
Parkgröße 2
Achterbahnen 1-
Wasserattraktionen 1
Thematisierung 3
Gastronomie 2



Wie schon erwähnt möchte ich jetzt noch einmal kurz auf das Preissystem und die Öffnungszeiten eingehen.
Mit der Möglichkeit, den Park für ein relativ geringes Eintrittsgeld zu besuchen, auch wenn man keine Attraktionen fahren möchte, schaffen sich diese Parks ein großes Besucherpotential. Vor allem im Tivoli in Kopenhagen war eine so breite Masse an verschiedenen Menschen anwesend, die sonst wohl nie einen solchen Freizeitpark besucht hätten. Dadurch, dass hier auch Konzerte, Theatervorstellungen und eine enorme Vielzahl an Restaurants vorgehalten werden, ist von der Familie mit Kleinkind bis zum Rentner alles dabei. Zusätzlich hat man die Möglichkeit, die Attraktionen durch den Kauf der Coupons dennoch zu nutzen. Für die Achterbahnverrückten wird ein All Inclusive Ticket angeboten.

Die Öffnungstage orientieren sich ähnlich wie bei Belantis an den Ferien. In der Hauptsaison ist täglich geöffnet, in der Nebensaison nur am Wochenende bzw. den Tagen davor.
Die ÖffnungsZEITEN unterscheiden sich jedoch grundlegend. Wenn in deutschen Parks immer nur von Vormittags bis spätem Nachmittag geöffnet wird, so wird in den beiden besuchten Parks in der Nebensaison meist erst Mittags bzw. Nachmittags geöffnet, dafür dann aber bis tief in den Abend oder die Nacht hinein. Hierdurch werden auch Besuchsströme generiert, die bei Tagesöffnung ausbleiben: Theaterbesucher, das Dinner am Abend, Berufstätige…

Zu beachten ist hier bei all den Punkten jedoch, dass sich die Parks im Zentrum der jeweiligen Städte befinden und perfekt zu Fuß und mit dem öffentlichen Nahverkehr erreichbar sind. Bis auf den ehemaligen Spreepark in Berlin gibt es in Deutschland keine vergleichbare Lage.
Belantis liegt mit dem Auto zwar nur ca. 15 Minuten vom Zentrum Leipzigs entfernt, spätestens aber wenn man auf Bus und Bahn angewiesen ist stößt man hier auf Probleme.
Es existieren Planungen, einen Bahnhof „Belantis“ auf der anderen Elsterseite an der bestehenden Bahntrasse zu errichten. Dieser wäre nur ca. 10 Minuten zu Fuß vom Park entfernt. Ich hoffe, dass mit der weiteren Erschließung des Neuseenlandes dieser Bahnhof Wirklichkeit wird. Der Kreis möglicher Besucher würde dadurch enorm gesteigert.

Der Geschäftsführer von Belantis, Erwin Linnenbach, hat angekündigt, die Öffnungszeiten sowie das Preissystem zu überdenken.
Es wäre einen Versuch wert, zumindest teilweise oben genannte Modelle umzusetzen.
Und wenn nur zu gewissen Tagen (Samstag statt 10.00 Uhr erst um 13.00 Uhr, dafür dann bis 21.00 Uhr o.ä.). Das Preismodell mit den Coupons würde gegebenenfalls auch Besucher ansprechen, welche den Park sonst nicht besucht hätten.

Bis zum nächsten Bericht :)
»Glover« hat folgende Bilder angehängt:
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MartinD

Drachenrittler

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Samstag, 6. September 2014, 00:01

Danke :thx: für den tollen und ausführlichen bericht :juchu: :thumbsup:

DJJoney

Drachenrittler

  • »DJJoney« ist männlich

Beiträge: 407

Vorname: Jon

Wohnort: Leipzig

Beruf: Veranstaltungstechniker

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Samstag, 6. September 2014, 11:33

Sehr toller und interessanter Bericht Glover :stern: Hast auch paar schöne Fotos gemacht! Gefällt mir sehr! Ich will auch unbedingt mal nach Lisberg und nicht nur wegen Helix :thumbup:

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