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Ratzeck

Drachenrittler

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Dienstag, 5. Mai 2009, 22:04

Geisterbahn

Eine Geisterbahn (auch kurz als G-Bahn bezeichnet) ist eine meist in einer völlig abgedunkelten Halle verkehrende, elektrisch angetriebene Bahn, bei der die Fahrgäste von mehr oder minder gruseligen, mechanisch, elektromechanisch oder pneumatisch betriebenen Effekten erschreckt werden sollen. Im Unterschied zur Achterbahn ist die Fahrt einer Geisterbahn meist sehr gemächlich. In manchen Geisterbahnen ergänzen gruselig verkleidete Angestellte die mechanischen Gruseleffekte. Geisterbahnen sind als Fahrgeschäfte auf fast jedem Volksfest vertreten.

Im Wiener Prater entstand 1933 die erste typische Geisterbahn mit dem Namen „Geisterschloss“, welche von Friedrich Holzdorfer auf Parzelle 96 errichtet wurde. Sie sorgte von Beginn an für ein enormes Besucherinteresse. Diese Anlage fiel in den Kriegsjahren 1939-1945, wie auch viele andere Attraktionen des "alten" Praters, zahlreichen Fliegerbomben zum Opfer und wurde 1948 unter demselben Namen, ein paar Meter neben dem ursprünglichen Standort, wiedereröffnet und ist bis heute erfolgreich in Betrieb und hat sich zu einem beliebten Treffpunkt entwickelt. Als Vorgänger der Geisterbahnen gelten die „Grottenbahnen“, welche ab 1898 auch erstmals im Wiener Prater zu sehen waren. Der wesentliche Unterschied zwischen Grottenbahnen und Geisterbahnen liegt in der behandelten Thematik und dem Konzept. Beide Fahrgeschäfte basieren im Grunde auf demselben technischen Prinzip aber auf unterschiedlichen Endzielen - so spezialisieren sich Grottenbahnen in den meisten Fällen auf Figuren aus Märchen, Sagen und Geschichten (meist in Verbindung mit einer Hintergrundmusik) und Geisterbahnen mit Figuren aus Horrorfilmen, Gruselgeschichten und anderen schockierenden Szenarien. Außerdem verfolgt das Konzept "Geisterbahn" das Ziel, durch das plötzliche Erscheinen und das plötzliche Verschwinden der Figuren, den Adrenalinspiegel zu erhöhen und somit Gänsehaut zu erzeugen. Das Konzept "Grottenbahn" verfolgt hingegen das Ziel, in einer urigen Atmosphäre, Märchen und Geschichten zu "erzählen". In den meisten Fällen sind die zurückzulegenden Wege zwischen den einzelnen Figuren, im Gegensatz zu jenen in Geisterbahnen, schwach beleuchtet, sodass man das Herannahen einer Figur bereits im Vorfeld registrieren kann.

Geisterbahnen werden gebaut als Einzelgondelsysteme oder als Zugsysteme, in Freizeitparks auch als Endlostransportsysteme. Die Stromversorgung erfolgt in aller Regel über Schleifkontakt am Boden oder - in seltenen Fällen - über dem Kopf der Gondeln.

Deutsche Geisterbahnen

* Crazy Halloween
* Daemonium - Weg ins Ungewisse (vormals "Grüne Hölle" [alternativ auch "Phantasia"] - davor "Geisterschlucht" davor "Kingdom of Magic")
* Die große Geisterbahn
* Fahrt zur Hölle
* Fantasy Drive
* Geister...
* Nostalgie-Geisterbahn
* Geisterbahn
* Geisterbahn
* Geister-Festival 2
* Geister-Rikscha
* Geisterschlange
* Geister Schloss / Schloss Geister
* Geister Schloss / Schloss Dracula
* Geister Tempel (ehemals Mammuthöhle)
* Geister Villa
* Haunted Mansion
* Horror Show
* Horror Trip
* Horror World
* Monster-Brut (manchmal auch als Godzillas Brut unterwegs) ehemals "Godzillas-Monster"
* Monsterhaus (ehemals Geister-Grotte)
* Shocker
* Spukschloss
* Tanz der Teufel
* Tanz der Vampire

Österreichische Geisterbahnen [Bearbeiten]

* Geisterbahn zum roten Adler (Wien, seit ca.1950)
* Geisterschloß (Wien, seit 1947)
* Geisterbahn im Wiener Prater (Wien, seit 1948, ehem.längste Geisterbahn Europas)
* Zombie (Wien, seit 1985, Laufgeschäft, ehem. transportabel)
* Jack the Ripper/Hölle (Wien, seit 1997, Kombination aus Laufgeschäft und Fahrgeschäft)
* Teufel's Mühle (Graz, transportabel)
* Spuk Schloss (Graz, transportabel)
* Zombies (Graz, seit 1994, Laufgeschäft, transportabel)


Zu den größten transportablen Geisterbahnen in Deutschland gehören das „Daemonium“ sowie die Bahnen „Geisterschlange“ und „Monster Brut“.

Die meisten modernen Anlagen werden von professionellen Maschinenbaufirmen gefertigt, zu früherer Zeit jedoch wurden Geisterbahnen in der Hauptsache vom entsprechenden Betreiber in Eigenleistung gebaut.

Quelle
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